Was Sie außerdem
wissen sollten!
Abwrackprämie
Abwrackprämie ist der in der Öffentlichkeit bekanntere Begriff für die Umweltprämie. Diese Prämie geht auf die Richtlinie zur Förderung des Absatzes von Personenkraftwagen zurück, die im Januar 2009 von der Bundesregierung beschlossen wurde und am 7. März 2009 in Kraft trat. Wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise förderte die Bundesregierung die Konjunktur in der Automobilindustrie, indem sie das Abwracken alter Fahrzeuge und damit die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen förderte. Die Richtlinie lief Anfang September 2009 aus.
Aftermarket
Unter Aftermarket versteht man im Allgemeinen den Markt, der sich aus der Reparatur und Instandhaltung von Investitions- und Konsumgütern ergibt. In der Automotive Branche umfasst der Aftermarket somit sämtliche Leistungen nach dem Verkauf eines Fahrzeuges, von der Wartung bis zur Reparatur. Zu unterscheiden ist hier der Anteil des gebundenen Marktes (Fahrzeughersteller) und des freien Marktes (unabhängige Teilehersteller). Dieser wird entsprechend auch als Independent Aftermarket bezeichnet. In der Regel wird diese Grenze durch die Herstellergarantie gezogen, sobald diese ausgelaufen ist, konkurriert der freie Markt um das Fahrzeug.
Erstzulassung
Der Tag der Erstzulassung eines Pkw wird dem Kfz-Schein, der Betriebserlaubnis oder dem Kfz-Brief entnommen. Der Tag der Erstzulassung ist somit nicht identisch mit dem Jahr oder dem Monat der Herstellung.
Geocoder
Ein Geocoder hilft, wenn für ein Projekt die Koordinaten von Adressen in Deutschland oder einem anderen Land gebraucht werden. Anhand einer vorgegebenen Adresse ermittelt er mit Hilfe der Geocodierung die entsprechenden Daten.
Geocodierung
Auch Georeferenzierung, Adressverortung oder Verortung genannt - ist die Positionsbestimmung eines oder mehrerer Punkte mittels Zuweisung von geographischen Koordinaten. Im Prozeß der Geocodierung kann einer Adresse ein Gebietsschlüssel (Ortsteil, Straße, Straßenabschnitt) und eine geografische xy-Koordinate zugeordnet werden.
Geografische Koordinaten
Das Koordinatennetz der Erde ist ein gedachtes Koordinatensystem auf der Erdoberfläche mit sich rechtwinklig schneidenden Längen- und Breitenkreisen. Sie dienen zur geographischen Ortsbestimmung. Breitengrade werden dabei vom Äquator aus nach Norden und Süden, Längengrade von einem willkürlichen Nullmeridian aus nach Osten und Westen bis jeweils 180° gezählt. Die Festlegung der Winkel stimmt nicht mit dem in Mathematik und Physik üblichen Kugelkoordinatensystem überein. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts waren länderspezifisch verschiedene Nullmeridiane gebräuchlich. Heute hat man sich international auf den Meridian von Greenwich (Sternwarte in London) geeinigt.
Geomarketing
Mit dem Begriff Geomarketing umschreibt man die Planung von Marketing unter geografischen Gesichtspunkten, also unter Berücksichtigung von gebietsabhängigen Einflussfaktoren. Neben demografischen Daten ist die Analyse branchenspezifischer Daten wichtig. In der Automobilbranche eignet sich hierzu besonders der Fahrzeugbestand. Die Struktur des Bestandes kann sehr starke regionale Unterschiede aufweisen und eignet sich daher gut, um als Analysebasis für Strategie und Vertrieb eines Unternehmens dieser Branche genutzt zu werden.
Gruppenfreistellungsverordnung (GVO)
GVOs sorgen für den freien Wettbewerb innerhalb der europäischen Union. Sie stellen sicher, dass bestimmte Märkte vor Kartellvereinbarungen geschützt und Einschränkungen des freien Wettbewerbs verhindert werden. Für den Kfz-Aftermarket gilt seit dem 01.Juni 2010 die neue GVO 461/2010. Sie löst ihre aus dem Jahre 2002 stammende Vorgängerin (1400/2002) ab. Die von der EU-Kommission Ende Mai 2010 beschlossene Neufassung ist das Ergebnis eines europaweiten mehrjährigen Evaluierungs- und Diskussionsprozesses. Zu den Leitlinien der GVO erfahren Sie mehr im 2. Teil
Gruppenfreistellungsverordnung (GVO), 2. Teil
Die GVO 421/2010 definiert unter anderem diese, für den Aftermarket bedeutende, Leitlinien. Sie lauten:
- Die Vertragswerkstätten dürfen Ersatzteile an freie Werkstätten zu verkaufen, wenn die gekauften Waren für die Abwicklung einer Reparatur oder einer Inspektion benötigt werden. Die Fahrzeughersteller haben keine Möglichkeit ihnen dieses Geschäft zu untersagen.
- Zulieferer haben das Recht, den gesamten Aftermarket mit ihren Artikeln zu beliefern. Fahrzeughersteller können dies ihren Zulieferern nicht verbieten. Diese Vorschrift gilt nicht, wenn der Zulieferer bei der Herstellung seiner Produkte auf direkte Zuarbeit des Herstellers angewiesen ist.
- Das "Double Branding" ist weiterhin erlaubt. Zulieferer können weiterhin ihre Markenzeichen auf Teilen der Erstausrüstung anbringen. Damit soll mehr Transparenz für den Endverbraucher sichergestellt werden.
KTyp
Der KTyp ist die von TecDoc genutzte Klassifizierung für die Einteilung von Fahrzeugen. Ein KTyp wird eindeutig über sieben technische Kriterien definiert: Modell, Hubraum, Leistung, Aufbau (wie Limousine oder Kombi), Anzahl der angetriebenen Achsen, Kraftstoff und Baujahr.
NUTS
NUTS ist ein Klassifikationssystem, das die Gebietseinheiten der Europäischen Union abbildet. Es stützt sich im Wesentlichen auf die institutionellen Gebietseinheiten der Mitgliedsstaaten und gliedert sich in drei Ebenen. Ebene 3 wird von kleinen Regionen und Städten gebildet. In Deutschland sind das die Kreise und kreisfreien Städte.
TecDoc
TecDoc ist ein von der Teileindustrie ins Leben gerufener Standard für die Schlüsselung von Fahrzeugteilen und den passenden Fahrzeugen. Über 200 Unternehmen, Teilehersteller wie auch Händler, haben sich diesem Standard angeschlossen. Basis für die Schlüsselung ist die Klassifizierung von Fahrzeugen nach den sogenannten TecDoc KTypen. Die Artikel aus den Sortimenten der Hersteller werden diesen KTypen zugeordnet. Nutzer, wie z.B. Werkstätten, müssen nun nicht eine Vielzahl an Katalogen wälzen, um passende Teile zu finden, sondern bekommen sie über den TecDoc Katalog direkt im Vergleich.
